100 Jahre FC Hertha Wiesbach 1908 – 2008.

Rückblick in die Vergangenheit: eine bewegende Geschichte eines Vereins mit Höhen und Tiefen der sportlichen Interessen der Vereinsgeschichte.

Die sportliche Aktivität und Förderung der Jugend sind der Hertha von jeher ein großes Anliegen. Es hat sich seit dem Gründungsjahr vieles in der Vereinsgeschichte getan, es waren Höhen und Tiefen zu überwinden. Die Gründungsmitglieder gaben aber nie auf und waren beharrlich was den Verein und die Vereinsarbeit betraf. Nach dem Krieg packte man die Arbeit am Sportplatz in Mangelhausen an, leider war der Platz so weit vom Ort entfernt, dass man nach einer anderen Lösung suchte, für einen anderen geeigneten Sportplatz.

Die FC Hertha Wiesbach wandte sich an die Gemeinde Wiesbach um einen geeigneten Platz zur Errichtung eines Sportplatzes zu finden, der auch Zentral gelegen ist und in Dorfmitte.

Auszug aus dem Beschlussbuch der Gemeinde Wiesbach: Am 13. Mai 1955 war der Gemeinderat, bestehend aus 21 Mitgliedern: Als Vorsitzender Peter Bastuck in Vertretung von Bürgermeister Monz N., Müller Alois, Dörr Anton, Huppert Nikolaus ( Bore) vertreten Schmitt Heinrich, Peter August, Rothenbusch Jakob, Naumann Nikoaus, Bettscheider Anton, Herrmann Albert, Monz Markus, Bastuck Philip, Altmeyer Johann, Schmitt Peter, Kiefer Peter, Wirtz Willi, und als Vertreter des Amtsvorsteher Groß Amtsinspektor Ziegler. Es fehlten Steimer Josef, Jochem Josef, Monz Nikolaus, Altmeyer Mathias, Raber Alfons. Unter Punkt 14 verhandelte man den Antrag von Julius Meyer auf Landabtretung an die Gemeinde zur Errichtung eines Sportplatzes. Mit allen Stimmen gegen eine wurde Beschlossen diesen Punkt der Tagesordnung wegen des öffentlichen Interesse entgegen der Geschäftsordnung öffentlich zu behandeln. Am 10. Juni 1955 erstattete der Vorsitzende des Sportvereins Bericht über die durchgeführte Besichtigung und über die weiter geplanten Maßnahmen in der Sportplatzfrage. Die Vertretung wählte daraufhin eine Kommission die mit dem Besitzer und Grundstückseigner verhandeln soll; um festzustellen ob die gebrauchten und benötigten Grundstücke überhaupt käuflich sind und unter welchen Bedingungen.

Der Kommission gehörten an; Bastuck Peter, Monz Markus, Herrmann Albert, Altmeyer Johann, so wie der Vorsitzende des Sportvereins. Bericht am 5. Juli 1955 der Gemeinderat beschließt einstimmig den Amtsvorsteher zu beauftragen, bevor weitere Schritte in der Sportplatzfrage unternommen werden, verschiedene Fachfirmen um einen verbindlichen Kostenvoranschlag zur Einebnung des geplanten Sportplatzes auf dem von Meyer Julius erworbenen Gelände zu ersuchen. Beschluss am 19. Januar 1956 Punkt 2 ; Es ist beabsichtigt einen Sportplatzneubau in der Gemeinde Wiesbach auszuführen. Ein entsprechender Antrag auf Bezuschussung durch die Planungskommission ist bereits gestellt.

In dem vorliegendem Beschluss handelt es sich um die Bereitstellung von Eigenmitteln.

Die Veranschlagung im Haushaltsplan der Gemeinde erfolgt nach Eingang des bewilligten Zuschussbescheides. Der Gemeinderat besteht aus 18 Mitglieder; Vorsitzender Bürgermeister Maurer Thomas, Naumann Nikolaus, Altmeyer Mathias, Bastuck Peter, Floch Klaus,

Stein Alois, Peter Gottfried, Schmitt Peter ( Schillo ), Dörr Josef, Tinnes Günter, Schirra Wilhelm, Woll Julius, Leo Peter, Schmitt Peter, Peter Anton, Bruß Theo, Jochem Alois, Kiefer Peter.

Am 29. August 1956 unter Punkt 2; beschließt der Gemeinderat einstimmig zu dem billigsten Angebot zur Herrichtung des Sportplatzes in der Gemeinde einen Betrag von 2.000.000. Ffrs. Zu bewilligen. Diese freudige Nachricht war der Beginn einer neuen Ära der Vereinsgeschichte der FC Hertha Wiesbach. Der Bau des Sportplatzes im Zentrum des Dorfes Der Vorsitzende Josef Herber nahm die Mitteilung durch den damaligen Bürgermeister Thomas Maurer mit Freude entgegen. Der FC Hertha wünsche ich für die Zukunft noch viele Siege und große Erfolge im schönen Wallenborn Stadion.

Hymne FC Hertha Wiesbach

1. Grün auf grün ist Wald und Flur-ja Wald und Flur

Schwarz auf gelb ist unsere Fußballgarnitur.

Grün auf grün ist Wald und Flur-ja Wald und Flur

Schwarz auf gelb ist unsere Fußballgarnitur.

2. Mohammed war ein Prophet-der von Farben viel versteht

und von all der schönen Farbenpracht-Farbenpracht

Hat er sich das Schwarz und Gelbe aus-er-dacht.

Und von all der schönen Farbenpracht-ja Farbenpracht

Hat er sich das Schwarz und Gelbe au-er-dacht.

3. Ziehen wir hinaus zum Spiel – gibt´s für uns kein höh´res Ziel,

Soll stehts unser da unser Wahlspruch sein-ja Wahlspruch sein,

Hertha Wiesbach soll wachsen blühen und gedeih´n.

So soll stets unser Wahlspruch sein-ja Wahlspruch sein

Hertha Wiesbach soll wachsen blühen und gedeih´n.

Text: Bastuck Rudi

Laudatio 100 Jahr Feier FC Hertha Wiesbach e. V. von Patrick Klein

Herzlich Willkommen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Fußballfreunde.

Als Jugendleiter des FC Hertha Wiesbach gilt  mein ganz besonderer Willkommensgruß natürlich auch unserer Fußballjugend. Denn unsere Jugend ist ein wichtiger Garant dafür, dass der FC Hertha Wiesbach die lange und abwechslungsreiche Vereinsgeschichte, auf die wir mit Stolz zurück blicken, auch in Zukunft weiterführen kann. Zum 100-jährigen Vereinsjubiläum freue ich mich, mit Ihnen einen kurzen Rückblick auf diese Vereinsgeschichte durchführen zu dürfen:

Eine so lange Geschichte ist nicht allein wegen der Anzahl der Jahre imponierend. Beeindruckend ist vor allem, was in dieser Zeit trotz vieler Wirren und Beschwernisse geleitstet wurde. Schließlich fallen in diese Zeitspanne zwei schreckliche Weltkriege. In all den Jahrzehnten unserer Vereinsgeschichte haben sich immer wieder Idealisten gefunden, die – getragen vom Sportgeist – mit Ehrgeiz und Motivation den Verein in seinem Fortbestand gesichert haben.Am Ende meines Vortrages werde ich diesen Aspekt nochmals aufgreifen.
Aber nun will ich Ihnen kurz die wichtigsten Eckpunkte unserer 100 jährigen Vereinsgeschichte darstellen:

Beginnen wir mit den Vereinsfarben unserer Hertha und einem kurzen geschichtlichen Rückblick.

Die Vereinsfarben des FC Hertha Wiesbach sind Gelb-Schwarz. Sie wurden im Jahre 1952 vom Verein festgelegt. Seit dieser Zeit identifiziert sich unser Club mit diesen Farben. Die frühere Trikotfarbe vor Festlegung der Vereinsfarben war hauptsächlich Weiß-Schwarz.

Unser FC Hertha Wiesbach  ist der erste Sporttreibende – und einer der ältesten – Vereine unseres Ortes. Um Ihnen zu ermöglichen, sich einmal in die Gründerzeit unseres Vereins hinein zu versetzen, nenne ich Ihnen einige geschichtliche Daten des deutschen Fußballs:

Am 28. Januar 1900 fand in Leipzig die Gründung des Deutschen Fußball Bundes statt. Damals gehörten 86 Fußballvereine, die bereits im Spielbetrieb waren, dem DFB an.

Zwei bedeutende fußballerische Ereignisse sind im Gründungsjahr unseres Vereins zu vermelden:

Am 05. April 1908 fand in Basel, erstmals ein Fußballländerspiel einer Deutschen Nationalmannschaft gegen die Schweizerische Nationalmannschaft statt.

Am 07. Juni 1908 wurde Viktoria 1889 Berlin  –  Deutscher Fußballmeister. Deutsche Fußballmeisterschaften wurden seit dem Jahre 1903 ausgetragen. Zu dieser Zeit gehörten mittlerweile 134 Fußballvereine dem DFB an. Im Saargebiet gab es vor Gründung unseres Vereins erst 16 Fußballvereine. Zum Beispiel war der 1. FC Saarbrücken der erste Fußballverein im Saargebiet und hat  sich 1903 als Verein etabliert.

Die Wurzeln unseres Vereins reichen bis in diese Zeit hinein, so dass man sagen kann, dass wir sehr früh im Deutschen Fußball mit dabei waren.
Im August 1908 wurde im Wiesbacher Ortsteil Mangelhausen in der Gastwirtschaft Peter Graus, Ecke Heusweiler Str. – Römerstr. der Fußballverein Spiel und Sportklub Hertha Mangelhausen gegründet. Wiesbach hatte damals etwa 2000 Einwohner. Gründungsmitglieder waren folgende Personen: Peter Hoffmann, Johann Hoffmann, Josef Müller und Jakob Rothenbusch. Peter Turner, damals gerade im 14. Lebensjahr, war bei der Versammlung ebenfalls anwesend; er wurde Ballwart des Vereins. Die Gründungsmitglieder wählten Peter Hoffmann zum Ersten Vorsitzenden.

Großes Vorbild bei der Namensgebung Hertha, war der – am 25. Juli 1892 in der deutschen Hauptstadt gegründete –  Berliner Fußballclub Hertha.
Der erste Wiesbacher Sportplatz war logischerweise in Mangelhausen und zwar, von 1908 bis zum Jahre 1911 auf den ebenen Wiesen des Flures 13, am Anzenbacher Wald.  Also bereits ein Rasenplatz. Schon nach kurzer Zeit war unser Verein im Stande, eine komplette Mannschaft zu bilden. In Folge des 1. Weltkrieges ruhte ab dem Jahre 1915 der Spielbetrieb. 1919 wurde der Spielbetrieb wieder aufgenommen. Mitte der 20er Jahre wurde der SSK Hertha Mangelhausen in FC Hertha Wiesbach umbenannt.

Im Jahre 1929 löste die – unter kirchlichem Einfluss stehende – DJK  Wiesbach den FC Hertha ab. In Folge der weiteren politischen Entwicklung wurde die DJK 1935 aufgelöst, so dass die alten Fußballverhältnisse wieder hergestellt waren.
Wegen des 2. Weltkrieges war der Spielbetrieb ab 1940 – 1943 stark eingeschränkt. Als die Front 1944 unsere Gegend erreichte, kam der Spielbetrieb ganz zum Erliegen. Aber bereits im September 1945 wurde der erste Vorstand nach dem Kriege gewählt. Treibende Kräfte bei der Wiederbelebung waren Helmut Heid und Klaus Floch, dazu gesellten sich Otto Schirra und Josef Herber.

Der 1. August 1948 war ein besonderer Tag im Vereinsleben. Nach 2 – jähriger Bauzeit, wurde der neue Sportplatz im Hahnwald ( bekannt als Bauernwald ) seiner Bestimmung übergeben. Endlich konnte man regelmäßig trainieren. Als dann im Oktober 1959 der Sportplatz auf Flur 8, „ Vorm Landstuhl “, fertig gestellt war, wurde der Platz im Hahnwald aufgegeben. Die Gemeinde hat den jetzigen Sportplatz letztmalig als Hartplatz 1993 in Stand gesetzt und mit einer Berieselungsanlage ausgestattet. Im Jahre 2002 erhielt der Sportplatz einen Kunstrasenbelag. Seit dieser Zeit wird der Platz als WALLENBORN-STADION bezeichnet.

Werfen wir nun einen Blick auf die wichtigsten Meisterschaften und Pokalerfolge unserer aktiven Mannschaften:
Vor dem Jahre 1992 hatte unser Verein vor allem in Pokalspielen Erfolge. So gewann die Hertha im Jahre 1953 den Amtspokal des Amtsbezirks Eppelborn.
Den ersten Meistertitel konnte die erste Mannschaft des FC Hertha Wiesbach erst im 84-zigsten Jahr der Vereinsgeschichte erringen. Unser Verein wurde unter Trainer Dieter Appel in der Saison 1991 / 1992 Meister der Kreisliga A Ill-Theel und stieg in die Bezirksliga Nord auf.

Unter dem Trainer Helmut Berg, der von 1993 bis  2001 die aktiven Mannschaften trainierte, erreichte unser Verein Ende der 90-er Jahre bemerkenswerte Erfolge:

Die Zweite Mannschaft des  FC Hertha Wiesbach wurde in der Saison 1997 / 1998  und 1999 / 2000  Meister ihrer Klasse.

Für die Erste Mannschaft ging es, ab dem Erringen der Meisterschaft in der Kreisliga A Ill-Theel, sozusagen Schlag auf Schlag. Im Jahre 2000 stieg man aus der Bezirksliga Nord in die Landsliga Nordost auf.

Als Nachfolger von Helmut Berg  wurde im Jahre 2001 Oliver Braue Trainer der Ersten Mannschaft und mit ihm ging der erfolgreiche Weg weiter.
Nach nur 4 Jahren stiegen wir im Jahre 2004 als Meister der Landesliga Nordost in die Verbandsliga Saar auf. Somit war der Aufstieg in die höchste saarländische Amateurklasse besiegelt. Seitdem spielen wir in der Verbandsliga eine führende Rolle und sind in den letzen Jahren stets im oberen Tabellendrittel zu finden.
Die 2. Mannschaft spielt seit 2005 in der Kreisliga B Lebach eine eigene Meisterschaft und macht nicht mehr die Vorspiele zu der Ersten Mannschaft. In diesem Jahr gelang auch hier der Meistertitel, so dass die 2. Mannschaft nun in der attraktiven Kreisliga A Ill-Theel ihre Meisterschaftsspiele austragen wird. Trainer der Mannschaft ist Christoph Ziegler. Für den Verein war dies ein ganz wichtiger Aufstieg, da nun den Jugendspielern, die in den Aktiven Bereich integriert werden sollen, eine interessante sportliche Herausforderung angeboten werden kann.

Während der gesamten 100 jährigen Geschichte unseres Vereins stieg bislang noch nie eine Aktive Mannschaft ab, dies wird sowohl im saarländischen Fußballverband als auch im DFB bei einem 100-jährigen Bestehen einmalig sein.

Die durchschlagenden Erfolge sind neben dem Talent und der Leistungsbereitschaft der Spieler auch auf die kontinuierliche und vorbildliche Vorstandsarbeit zurück zu führen – für die – seit 1997 bis heute – unser 1. Vorsitzender Josef Dörr die Weichen gestellt hat.

Nach diesen beeindruckenden Erfolgen unserer aktiven Mannschaften wende ich mich nun der Jugendarbeit im Verein zu:

Seit Gründing haben sich die jeweiligen Vereinsfunktionäre stets um eine funktionierende Jugendabteilung bemüht, jedoch haben die beiden Weltkriege jegliche Jugendarbeit fast unmöglich gemacht.
Erst seit dem Jahre 1950 kann von einem kontinuierlichen Aufbau einer Jugendarbeit die Rede sein. Nach dem 2. Weltkrieg nahm zunächst eine A-Jugendmannschaft am Spielbetrieb teil. In den folgenden Jahren wurden immer mehr Jugendmannschaften gemeldet, so auch eine B- und C-Jugend. Bereits in der Saison 1955 – 1956 wurde die A-Jugend Staffel., Gruppen- und Kreismeister. Es würde an dieser Stelle nun zu lange dauern, Ihnen alle Meistermannschaften der Jugend auf zu zählen. Einer der wichtigsten Meistertitel in der Vergangenheit war die Meisterschaft der A-Jugend im Jahre 2002/2003 unter Leitung von Trainer Markus Eckert und Teamchef Patrick Klein, denn seit dieser Zeit spielt unsere A-Jugend und später auch die B-Jugend die höchste saarländische Qualifikationsklasse, die Verbandsliga-Qualifikation. Ein für den Verein wichtiger Aspekt, denn durch die gute Jugendarbeit können immer wieder Talente über die
2. Mannschaft an die Erste Aktive Mannschaft herangeführt werden.
1994 kickten bereits 140 Jugendliche in elf Jugendteams, von der A-Jugend bis zur F-Jugend. Für seine herausragende Jugendarbeit wurde unser Verein 1992 besonders geehrt. Wir erhielten von der Sepp-Herberger-Stiftung den Preis des Deutschen Fußball Bundes so wörtlich: „…für vorbildliche Jugendarbeit“.
Helmut Berg leitete die Jugend seit dem Jahre 1991, Nachfolger von ihm wurde im Jahre 2000 Waldemar Gamroth, der den Jugendleiter-Stab 2002 an mich weitergab. Seit dieser Zeit leite ich unsere Jugendabteilung und ich glaube sagen zu dürfen, dass wir die erfolgreiche Arbeit in diesem Bereich fortgesetzt und ausgebaut haben.

Erwähnenswert bei der Jugendarbeit ist – das seit 1990 stattfindende – eigene Jugendturnier um den Raiffeisencup. Es handelt sich hierbei um eines der größten Jugendfußball -Turniere im Südwesten. An dem inzwischen dreitägigen Turnier nehmen bis zu 100 Mannschaften aus dem Verbandsgebiet und auch aus Rheinland-Pfalz teil. Wir danken an dieser Stelle unserem stetigen Sponsor und allen Helfern rund um das Turnier.

Inzwischen schon seit  4 Jahren ist unsere Jugendabteilung im Internet unter der Adresse www.hertha-wiesbach.de vertreten. Hier kann man sich nützliche Infos über alle Sparten der Hertha abrufen.

In der abgelaufenen Saison konnten wir 13 Mannschaften, in der A- bis C-Jugend in einer Spielgemeinschaft mit unserem Nachbarverein FV Eppelborn, am Spielbetrieb teilnehmen lassen. In diesen Mannschaften kicken nicht weniger als 150 Schüler und Jugendliche. Besonders Stolz sind wir, dass wir in der heutigen Zeit, die durch immer geringer werdende Geburtenraten geprägt ist, alle Jugendklassen besetzen können. Dies ist nicht bei allen Vereinen der Fall. Der sich immer stärker bemerkbar machende demografische Wandel darf nicht unterschätzt werden.

Vielleicht liegt hierin aber wiederum die Chance mehr Ehrenamtliche Helfer an Hand zu haben, die Interesse zeigen, in einer funktionierenden Fußballabteilung mit zu helfen. Wir sollten alles daran setzen, dass unsere Fußballjugend weiterhin auf gesunden Beinen steht. Dafür ist gute Jugendarbeit  bzw.  Überzeugungskraft unabdingbar. In der Jugendabteilung liegt die Zukunft der Hertha. Hierauf sollte stets geachtet werden.

Neben den aktiven Mannschaften und der Jugend darf man unsere Alte-Herren-Abteilung  nicht vergessen:

Ehemalige Aktivenspieler der Hertha fanden sich bereits in den 60er Jahren zusammen, um als AH Mannschaft ihren Sport weiter zu betreiben. Dies war die Zeit in der sich auch in den umliegenden Orten vermehrt AH Mannschaften bildeten.

Unsere AH in ihrer heutigen Struktur besteht seit 1974. Sie ist eine völlig eigenständige Sparte mit eigenem Vorstand in unserem Fußballclub. Am 13.07.1974 bestritt die Wiesbacher AH ihr erstes Spiel.
Über ein Jahr werden von der AH rund 30 Freundschaftsspiele bestritten.
Die meisten Spiele bis 1993 bestritt Torwart Gerd Schmitt mit 430 Einsätzen. Torschützenkönig bis zu diesem Zeitpunkt war Manfred Schulze mit 129 Treffern. Die meisten Tore in einer Saison erzielte Eberhard Monz mit 53 Toren.  Eberhard Monz war es auch, der schon zu Jugend- und Aktivenzeiten sich als Torjäger einen Namen machte. So traf er zum Beispiel bei der Zweiten Mannschaft in der Zeit von 1997 – 2000 insgesamt 160 Mal ins Schwarze und in seiner besten Saison 66 Mal. Diese Ausbeute dürfte mit Sicherheit im Saarland einzigartig sein.

Somit habe ich Ihnen nun alle Mannschaftssparten unserer Hertha in Ihrer Geschichte erwähnt.


Unser Verein hat seit dem Jahre 1977 einen eigenen Fanclub und  1995 wurde der Förderverein FC Hertha Wiesbach gegründet.
Beide Sparten im Verein erfüllen den Zweck der Förderung unserer Aktiven und ganz besonders der Jugend.

Nach dem Überblick über die Entwicklung und Erfolge unserer Mannschaften sollten nun an die Funktionsträger der HERTHA, die den Verein maßgeblich mitgeprägt haben,  erinnert werden. Diese Aufzählung würde, wenn ich bei der Vereinsgründung anfange den Rahmen dieser Laudatio sprengen. Ich muss mich daher auf einen Zeitraum beschränken, der auch den meisten der hier Anwesenden noch vertraut ist und beginne daher erst in den 70 er bzw. 80 er Jahren.
Jugendleiter des FC Hertha Wiesbach waren gestandene Persönlichkeiten unseres Vereins wie z. B.
Josef Herber, Gottfried Rothenbusch, Rudi Bastuck, Karl und Rudi Monz, Peter Veit, Norbert Karrenbauer, Gerd-Walter Thieser, Hermann Berg, Karl-Heinz Huber, Heinz Groth, Erich Kartes, Theo Krämer, Leo Freichel, Uwe Biesel und Jürgen Ludwig. Von 1992 – 2000 führte Helmut Berg dieses Amt aus, dann wie bereits erwähnt Waldemar Gamroth und schließlich seit 2002 ich selbst.

Einige dieser Jugendleiter waren auch zeitweise  Vereinsvorsitzende wie z. B.

Josef Herber und Karl Heinz Huber. Weitere Vereinsvorsitzende ab dem Jahr 1970 waren: Alois Lambert, Gerhard Alt, Fintan Theis und Werner Busch. Von 1983 bis 1997 wurde der Verein lange Jahre von Dieter Rehm geführt, der 1997 die Führung des Vereins an unseren heutigen Vorsitzenden Josef Dörr übergab. Und unter beiden letzen Vorsitzenden hat unser Verein wie geschildert viel Erfolg gehabt.
Der Spielausschuss besteht aus folgenden Mitgliedern:
Dem Spielausschuss- Vorsitzenden Theo Krämer, Karl-Heinz Schuhmacher und Andreas Pirron.

Mannschaftsärzte
unserer Hertha sind Dr. Helmut Schläfer und Dr. Helmut Franz. Als hervorragende medizinische Fachleute haben beide in der Vergangenheit in hervorragender Zusammenarbeit schon so manchen Wiesbacher Spieler wieder ins Spiel zurückgebracht.

Medizinischer Betreuer
auch während den Spielen ist Arno Sturm.

Betreuer
der Ersten Mannschaft ist Eberhard Monz und Werner Gewenig. Die Zweite Mannschaft wird betreut von Richard Schmitt.

Unseren Stadionsprecher Christoph Herrmann habe ich selbst angelernt und unterstütze ihn wenn er verhindert sein sollte.

Obwohl ich in meinem Rückblick nicht auf Danksagungen und Ehrungen verdienter Mitglieder näher eingehen kann muss ein Hertha Urgestein an dieser Stelle stellvertretend für die Anderen erwähnt werden:

Wenn man vom FC Hertha Wiesbach spricht, so stößt man  immer wieder auf
einen Namen:
Es ist unser Herber Sepp!
Josef Herber ist ein Hochverdienter Herthaner. Geboren wurde er 1929.
Seit seiner Jugend bis zum heutigen Tage begleitet er den Verein als Spieler und in verantwortlicher Position in der Vereinsführung. Er ist es, der die Geschichte der Hertha über sechs Jahrzehnte mit beeinflusst hat.
Für seine herausragenden Leistungen wurde er 1958 vom Verein für besondere Verdienste geehrt. 1965 erhielt er die Ehrennadel in Gold und seit 1998 ist er Ehrenmitglied unseres Vereins. Der Saarländische Fußballverband überreichte ihm 1980 die Verbandsehrennadel und 1985 die Silberne Verbands-Ehrennadel, ehe er 1989 sogar die Goldene Verbands-Ehrennadel in Empfang nehmen durfte.

Ich komme langsam zum Schluss meines Rückblicks und frage mich, ob
Mannschaften, Meisterschaften und Funktionsträger alles ist, was einen Verein prägt.

Nein, da gibt es noch einige wichtige und interessante Aspekte:
Der Fußball, der  Hauptzweck unseres Vereins, dient nicht nur der sportlichen Aktivität.  Er verbindet und fördert vor allem auch die Gemeinschaft. Diese Funktion erfüllt auch unser Verein,  bei dem neben Training, Wettkampf oder Spielen auch Kameradschaft, Gemeinschaft und Geselligkeit sehr wichtig sind.
Ein so großer Verein  braucht geeignete Räumlichkeiten, um seine dienstlichen und geselligen Veranstaltungen durchzuführen. Seit Bestehen unseres Vereins bis zum Jahre 1977 wurden Besprechungen, Versammlungen oder sonstige Veranstaltungen in verschiedenen Gasthäusern durchgeführt. Seit dem Jahre 1977 haben wir ein eigenes Vereinshaus, unser Clubheim hier am Wallenbornstadion. Seit dem Jahre 1978 besteht auch der Hertha Stammtisch, der von 19 Fußballbegeisterten Männern gegründet wurde. Neben den stetigen Treffen unter Kameraden Sonntags morgens im Clubheim machen sich die Männer auch in der Ortsgemeinde nützlich, sie halten zum Beispiel die Valentinuskappelle und deren Umgebung am Wallenborn in Ordnung. Für Ihren uneigennützigen Dienst in guter Sache gebührt Ihnen ein besonderer Dank.
Neben dem regen Vereinsleben und den außersportlichen Aktivitäten trägt unser Verein wesentlich zum gesellschaftlichen und kulturellen Leben in der Gemeinde Eppelborn bei. Die über 180 Mitglieder des Spielbetriebs und rund 450 Vereinsmitglieder sind darüber hinaus ein wichtiger Bestandteil des Lebens in der Gemeinde.

Aber ohne die große Einsatzbereitschaft, das Engagement und den Idealismus der vielen Ehrenamtlich Tätigen – auf die ich schon in der Einleitung hinwies – wäre ein solch langes und erfolgreiches Bestehen unseres Vereins nicht möglich gewesen.

100 Jahre FC Hertha Wiesbach stehen für jahrelange ehrenamtliche Tätigkeit einer Vielzahl von Personen, die bereit waren und sind, auf persönlichen Freiraum zum Wohle unseres Vereins zu verzichten.
Wer auf ein so langes und bewegtes, aber auch immer erfolgreiches Vereinsleben zurück blicken kann, wer 100 Jahre als vorbildliche Vereinsfamilie zusammen gestanden hat, der ist auch für die Zukunft gerüstet. Und ohne Hehl dürfen wir selbstbewusst sagen, dass wir Stolz sind auf unseren FC HERTHA WIESBACH.

Ole